Gedenkstätten und Ausstellungen:


•    DenkStätte Weiße Rose: Geschwister-Scholl-Platz 1, München
Geöffnet Montag bis Freitag 10 bis 16 Uhr. Gezeigt wird in einer Dauerausstellung die Geschichte der studentischen Widerstandsgruppe "Weisse Rose", die sich vor allem auf Flugblättern der Nazidiktatur widersetzt haben. Es gibt eine Präsenzbibliothek, Dokumentationen und eine Ausstellung zur Weißen Rose. Führungen für Gruppen und Zeitzeugengespräche können nach Anmeldung vereinbart werden.
Ein schwarzer Gedenkstein für die Weiße Rose im Hofgarten an der Staatskanzlei erinnert an die Inhalte der Flugblätter.

•    Weiße Rose Stiftung:
Die Stiftung feiert 2007 ihr 20jähriges Bestehen unter dem Motto "Erinnern und Handeln". Weitere Informationen unter: Weiße Rose Stiftung

In Zusammenarbeit mit der Weiße Rose Stiftung e.V. und dem Bayerischen Staatsministerium der Justiz ist eine Ausstellung über die Prozesse gegen die Widerstandsgruppe Weiße Rose in München 1943 unter dem Titel "Willkür - Im Namen des Deutschen Volkes" entstanden.

Am 22. Februar und am 19. April 1943 fanden im Justizpalast in München vor dem Volksgerichtshof unter dem Vorsitz von Roland Freisler die ersten beiden Prozesse gegen Mitglieder der studentischen Widerstandsgruppe Weiße Rose statt. Sophie und Hans Scholl, Christoph Probst, Alexander Schmorell, Prof. Kurt Huber und Willi Graf wurden zum Tode, elf weitere Angeklagte zu langen Freiheitsstrafen verurteilt. Anklageerhebung, Verfahren und Urteilsspruch waren reine Willkür. Die Ausstellung ist noch bis zum 30. November 2007 werktags von 9 bis 16 Uhr zu sehen.
 
•    Sonderausstellung Traute Lafrenz und die Weiße Rose:
2006 zeigte die Weiße Rose Stiftung in der DenkStätte Weiße Rose eine eigene Sonderausstellung zu Willi Graf, 2007 eine Ausstellung zu Prof. Kurt Huber, bis Ende 2008 würdigt eine weitere Sonderausstellung erstmals Traute Lafrenz als zentrale Person der Widerstandsgruppe. Ausstellungseröffnung ist am 26. November 2007.

Mit der Ausstellung über Traute Lafrenz wird einem Ungleichgewicht entgegengewirkt, denn Einfluss und Beteiligung von Lafrenz an den Flugblattaktionen der Widerstandsgruppe fanden in der öffentlichen Erinnerung bisher nur wenig Beachtung. Doch Dr. Taute Lafrenz-Page spielte als junge Medizinstudentin und enge Freundin von Hans Scholl eie wesentliche Rolle für die Verbreitung der Flugblätter in Hamburg. Bsonders Textpassagen des vierten Flugblattes der Weißen Rose sind auf ihren persönlichen Einfluss zurückzuführen.

Im April 1943 wurde Lafrenz von Roland Freisler wegen "Mitwisserschaft" zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Ihr war es gelungen, in den Vernehmungen durch die Gestapo ihre tatsächliche Mitwirkung an der Flugblattverteilung zu verschleiern. Nach ihrer Entlassung wurde sie im Zuge der Ermittungen gegen den Hamburger Zweig der Weißen Roseerneut in Untersuchungshaft genommen. Bis Kriegsende war sie in verschiedenen Gefängnissen. 1947 emgierte sie in die USA. Sie arbeitete als Ärztin an einer heilpädagogischen Klinik und lebt heute in South Carolina.

•    Münchner Stadtmuseum: St.-Jakobs-Platz 1, München
Geöffnet Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr. Gezeigt wird die Dauerausstellung "Chiffren der Erinnerung - Nationalsozialismus in München". Die Ausstellung hebt München als Ausgangsort der Entstehung des Nationalsozialismus und Parteizentrum ebenso hervor wie Münchens Verflechtung als Kunst- und Feststadt bei der Verharmlosung des NS-Regimes und als Medien- und Rüstungsstandort. Ein weiterer Akzept ist auf München als Ausgangs- und Aktionsort von Verfolgung und Widerstand gesetzt. Darunter auch Hinweise auf Willi Graf und die Weiße Rose. Informationsmaterial: Begleitend zur Ausstellung erschien ein Stadtplan zur NS-Topographie 1918-1945, der die Ausstellung mit der städtischen Umgebung verknüpft (2€). Der Ausstellungskatalog "München - Hauptstadt der Bewegung" liegt als Nachdruck wieder vor (22 €). Ein Besuch lohnt sich. Dauerausstellung Chiffren der Erinnerung
 
•    Gedenkstätte Deutscher Widerstand:
Wer mal wieder nach Berlin kommt, sollte sich die Gedenkstätte Deutscher Widerstand (im Bentlerblock in Berlin-Mitte) anschauen. Wir verweisen an dieser Stelle vor allem auf die umfangreiche Bibliographie zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus.